Judith
Lächler, Gründungsmitglied des CHNLP und Swiss NLP,
Mitglied des damaligen und heutigen Vorstands, legte am 22.02.2007
folgenden Vorschlag vor, auf das Vorgehen des Vorstandsmitglieds
Ueli Frischknecht und auf das Geschäfts- und Verbandsgebaren
der NLP Akademie zu reagieren.
Der
vollständige Text liegt in Form eines angehängten
PDF-Dokumentes vor. Diesen Briefentwurf wertete das
Vorstandsmitglied Judith Lächler in ihrem Anschreiben als den
Versuch, "in einer aufbauenden, zukunftsgerichteten und
lösungsorientierten Art und Weise" vorzugehen. Dieser
Briefentwurf informiert zusammen mit der
schriftlichenStellungnahme Karin Streuli vom
25.07.2007den interessierten Leser über wesentliche
Inhaltspunkte und Kontroversen des
Verbandes.
Herrn Ueli
Frischknecht
Schulleiter der
NLP-Akademie
Buckstrasse
13
8422
Pfungen-Winterthur
Stellungnahme zum Rücktrittsschreiben von
Ueli Frischknecht vom 22. Dezember 2006 und zum Verhältnis des
CHNLP zur NLP Akademie
Lieber Ueli
Wie bereits angekündigt, nehmen wir hiermit
Stellung zu ein paar Aspekten deines
Rücktrittsschreibens und in deiner Rolle als Schulleiter
zur Beziehung zwischen CHNLP und NLP Akademie
Du und Megha habt bis 2006 die Arbeit im CHNLP und
CHNLP-Vorstand massgebend mitgestaltet und auch sehr viel zum
Wachstum des Verbandes beigetragen. Dafür gebührt dir und
Megha Anerkennung. Dieser Umstand hat aber auch zu Konflikten
geführt, die Gegenstand deines Schreibens
sind.
Allgemeines zu den
Umständen Deines
Rücktrittes
Zwei Tage vor Heiligabend 2006 hast du uns, den
CHNLP Vorstandsmitgliedern, deinen auf diesen Zeitpunkt von uns
unerwarteten Rücktritt mitgeteilt. Wir haben diesen
erst zur nächsten MV im Juni 2007
erwartet.
Am 6. Januar 2007 bedankten wir uns für dein
langjähriges Engagement im CHNLP via Email. Darüber
hinaus würdigten wir dein 5-seitiges Rücktrittsschreiben
mit dem Versprechen einer Stellungnahme. Du reagiertest umgehend
mit der Antwort: „Nein, bitte nehmt gegenüber mir keine
Stellung zum Brief ... Ihr seid mir weder eine Stellungnahme
schuldig noch wäre mir das recht...“
Am Ende deines Briefes verleihst du diesem einen
für CHNLP-Mitglieder öffentlichen Status „Dieses
Schreiben hat für mich innerhalb der CHNLP-Mitglieder
öffentlichen Charakter. Ihr dürft es also ohne weiteres
zeigen und für Strategiearbeiten verwenden“(Zitat aus
deinem Brief). Auch willst du deinen Brief als möglicherweise
„unterstützende Anregung“ (Email U.F.) für
die weitere Vorstandsarbeit verstanden wissen. Gleichzeitig bittest
du jedoch in deiner Mailantwort darum, von den ehemaligen
CHNLP-Vorstandskollegen keine Stellungnahme zu
bekommen.
Deine widersprüchlichen Aussagen haben uns
sehr irritiert und sie scheinen uns für einen
zwischenmenschlich und verbandspolitisch fairen und professionellen
Umgang nicht förderlich. Dies gilt um so mehr auf folgendem
Hintergrund:
Etwa zum Jahresbeginn 2007 wurden dem Vorstand
unerwartete und überraschende Massnahmen und Schritte der NLP-
Akademie Schweiz bekannt. Das Vorgehen der NLP- Akademie geschah
dem CHNLP-Vorstand gegenüber verdeckt. Es kam
–zunächst einmal – eher zufällig zutage.
Siehe dazu unser Schreiben an die NLP Akademie zu den
Ethikrichtlinien.Der VorstandCHNLP wird diese Angelegenheit sorgfältig
verfolgen und hat bereits informell von zwei Vorstandsmitgliedern
juristischer Rat eingeholt.
Zur Klärung der Beziehung des CHNLP zu dir und
der Akademie ist es uns wichtig, nachfolgend die Gelegenheit zu
nutzen und zu einigen Aspekten deines Briefes unsere Gedanken
mitzuteilen:
Zum Prozess des Vorstandes im letzten
Jahr
Der Vorstand CHNLP hatte gemeinsam mit dir Anfang
2006 einen extern moderierten Supervisionsprozess initiiert. Dies
war ein wichtiger Schritt für den CHNLP-
Vorstand.
..............
Damit sollte und soll der Verband seine Position
klären und stärken und zukunftsgerichtet ausbauen. Das
Grundthema lautete: Wie kann man den CHNLP zu einem attraktiven,
weiter wachsenden, modernen Schweizer Dachverband
entwickeln?
Im Hintergrund jedoch standen – wie ein roter
Faden –immer wieder folgende Aspekte:
-
das jahrelange Geschäftsgebaren
der NLP-Akademie am Schweizer Kommunikationsmarkt
und
-
der damit einhergehende Stil des
zwischenmenschlichen Umgangs mit so genannten
„Netzwerkpartnern“ und KollegInnen.
Eingebettet war das Ganze in die Grundsatz-Frage:
wie kann man den CHNLP zu einem wirklich freiheitlichen und
demokratischen Verband weiterentwickeln, der nicht mehr der
Vorherrschaft eines Einzelmitglieds bzw. einer einzigen Einrichtung
unterliegt?
Die Zukunft wird zeigen, ob es dem Vorstand, den
Verbandsgremien und den Mitgliedern gelingt, diese Herausforderung
und Aufgabe erfolgreich zu meistern.
...
Vorstandserneuerung und
Interessensverflechtungen
Zum heutigen Zeitpunkt befinden sich im Vorstand
sowohl Vertreter von NLP-Lehrenden mit eigenen Ausbildungs-
Instituten und langjähriger Erfahrung in Erwachsenenbildung
(Ursula Gründler, Judith Lächler, Karin Streuli) wie auch
NLP-Anwendern mehrjähriger Erfahrung aus dem Businessbereich,
welche NLP in ihrem jeweiligen beruflichen Umfeld als
selbständig Arbeitende umsetzten und anwenden (Toni
Müller, Eva Risler). Die spezifischen Qualifikationen,
Kompetenzen und Fähigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder
und die Vernetzungen sind einerseits bekannt, wurden auch aus- und
angesprochen und durch die Verbindung zu ihren Websites der Firmen
auch transparent und für jeden Interessierten
offengelegt.
Somit sind wir der Überzeugung, dass fachliche
Qualität und Kompetenz bei unseren Vorstandsaufgaben
sichergestellt ist. Sollte die NLP-Akademie Fragen haben
bezüglich Qualität des NLP und Fragen der Kompetenz im
Umgang mit NLP, so steht der Vorstand gerne zu einer Diskussion zur
Verfügung.
...
Das Thema Interessensverflechtungen ist vermutlich
nicht nur bei uns, sondern grundsätzlich ein heiss
diskutiertes Thema bei Verbänden, Vereinen und in der Politik.
Immer wieder ist hierbei u.E. zu klären, wo sind
tatsächliche Verflechtungen und
Abhängigkeitsverhältnisse? Was könnten diese
für Folgen und Konsequenzen für unsere Aufgaben im
Vorstand und für den Verband haben? Diese und weitere Fragen
in diesem Zusammenhang werden wir uns sicherlich auch weiterhin
immer wieder selbstkritisch stellen.
...
Zur Werbung für den
CHNLP
Es kam und kommt - durch die Art der Werbung der
NLP Akademie - erfahrungsgemäss immer wieder zu Verwechslungen
des Verbandes CHNLP mit der NLP-Akademie (bei Mitgliedern und auch
ausserhalb unseres Verbandes). Dies war seit Jahren ein Kritikpunkt
von Mitgliedern, die nicht der NLP-Akademie zugehören. Auf
diesen Misstand haben wir als Vorstand mehrfach hingewiesen.
Hiermit vertreten wir nicht nur unsere jeweilige persönliche
Haltung, sondern als Vorstandsmitglieder haben wir auch die
Pflicht, solche Verwechslungen im Interesse unserer Mitglieder zu
klären. (Siehe dazu Ethikrichtlinien des CHNLP „6.
Bekanntmachung von Angeboten: Die Angaben über Ausbildung,
Titel und Erfahrungen sollen klar und ehrlich sein und zu keinen
Täuschungen Anlass geben.“)
Uns als Vorstandsmitglieder ist eine möglichst
breite, transparente, attraktive und klare Werbung für unseren
Verband CHNLP sehr wichtig.
Selbstverständlich werden wir auch im Jahr
2007 unsere Aufgaben im Vorstand zum Teil mit neuer
Funktionsverteilung und mit Blick auf Qualität, Fairness und
natürlich im Interesse unserer Mitglieder sehr ernst nehmen
und mit Freude weiter am Wachstum und der Weiterentwicklung des
CHNLP arbeiten. Deshalb stellen wir an die NLP Akademie
abschliessend folgende Fragen, die wir in einem Gespräch
klären möchten (Ausserhalb dem von Eva angekündigten
Abschlussritual vom 2. April):
-
Was veranlasst dich, dir dein legitimes
Recht einer Stellungnahme zu nehmen und dich gleichzeitig einer
Stellungnahme durch deine Vorstandskollegen entziehen zu
wollen?
-
Welche Massnahmen wurden von der
NLP-Akademie bis zum Zeitpunkt des Briefdatums (22.12.06)
durchgeführt, die den CHNLP, CHNLP-Mitglieder und den
CHNLP-Vorstand direkt oder indirekt betreffen?
-
Welche weiteren Massnahmen
verbandspolitischer oder sonstiger Art sind seither von der
NLP-Akademie geplant bzw. umgesetzt worden, die direkte oder
indirekte Auswirkungen auf Bestand und Weiterarbeit des CHNLP
haben?
-
Wie könnte die Zusammenarbeit der
NLP Akademie mit dem CHNLP gestaltet sein, um den Anspruch, sich
für ein „qualitativ und ethisch hochstehendes
Neuro-Linguistisches Programmieren (NLP)“
umzusetzen?
-
Wie könnte die Zusammenarbeit in
der Öffentlichkeitsarbeit für den CHNLP gestaltet sein,
die eine Verwechslung zwischen Akademie und dem Verband
ausschliesst?
Mit freundlichen Grüssen
Judith Lächler Toni
Müller
Im Auftrag des Vorstandes des
CHNLP
Ende der Auszüge des Briefentwurfs von
Judith Lächler vom 22.02.2007 an das Ex- Vorstandsmitglied, U.
Frischknecht.