NLPBildungundAusbildungSwissNLP.CHNLP_img1.gif 3. NLP Bildung und Ausbildung Swiss NLP / CHNLP
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Der Schweizer Philosoph und Schriftsteller Peter Bieri zum Thema Bildung und Ausbildung:
"Bildung ist etwas, das Menschen mit sich und für sich machen: Man bildet sich. Ausbilden können uns andere, bilden kann sich jeder nur selbst. Eine Ausbildung durchlaufen wir mit dem Ziel, etwas zu können. Wenn wir uns dagegen bilden, arbeiten wir daran, etwas zu werden – wir streben danach, auf eine bestimmte Art und Weise in der Welt zu sein..."
Nun erreichen viele NLP-Ausbildungen nicht einmal das Niveau und die Qualität herkömmlicher Ausbildungen. Dies liegt u.a. an dem Einsatz spezifischer Instrumente der Manipulation von Bewusstsein und Kommunikationim NLP Ausbildungs-Prozess selbst. Die "indirekte" Didaktik des NLP-Lernens und Lehrens ist keine "normale" Didaktik - was immer unter "normal" zu verstehen und an anderer Stelle zu klären ist. Wobei fraglich ist, ob überhaupt der Begriff "Didaktik" auf viele NLP Ausbildungen zutrifft. Hinzu kommt: NLP-Trainer verfügen sehr oft über keine pädagogisch- didaktische Qualifikation. Ein bekanntes Sprichtwort sagt: Wenn man nur über einen Hammer verfügt, wird jedes Problem zum Nagel...
Zur Paradoxie des Systems NLP und der NLP "In-Formation" gehört es, dass die manipulativen Mittel des NLP innerhalb und ausserhalb von Ausbildungen selbst ausgezeichnete Mittel des Lernens und der Verhaltensänderung bieten. Damit stellt sich das vom NLP Begründer Grinder formulierte Problem des NLP Stümpertums  in allen Feldern seiner direkten Anwendung: folglich auch in NLP Ausbildungen.
Bieri weiter: "Gebildet zu sein, heißt auch, sich bei der Frage auszukennen, worin Wissen und Verstehen bestehen und wie weit sie reichen: Was für Belege habe ich für meine Überzeugungen? Wie verlässlich sind die Prinzipien, mit denen man von den Belegen zu den Behauptungen kommt, die über sie hinausgehen? Was sind gute Argumente, was ist trügerische Sophisterei? Welche Formen des Verstehens gibt es, und was sind ihre typischen Hindernisse? Es geht darum, zwischen bloß rhetorischen Fassaden und echten Gedanken zu unterscheiden. Zwei Fragen sind leitend: „Was genau heißt das?“, und: „Woher wissen wir, dass es so ist?“ Was uns diese Fragen geben, ist gedankliche Selbständigkeit. Sie definiert Bildung im Sinne von Aufklärung..."
Vgl. dazu Kants berühmte Ausführung zum Thema "Was ist Aufklärung?".
Bieris Argumentation aufgreifend: Was für Belege habe ich für meine NLP Beliefs und Überzeugungen? Wie verlässlich sind die Prinzipien, mit denen man von den Belegen zu den Behauptungen über NLP kommt, die über die Belege hinausgehen? Was sind plausible Argumente für das NLP im Sinne der Beantwortung folgender Fragen: Was ist NLP, Warum wirkt NLP, Wohin führt NLP, Wozu NLP? Was sind gute Argumente für das NLP, was ist nur NLP Sophisterei? Welche Formen des Verstehens gibt es in NLP Ausbildungen? Welche Hindernisse in vielen NLP Ausbildungen tauchen auf, das NLP mit Mitteln der Vernunft und des Verstands (Verstand allein reicht nicht!) zu überprüfen? Was sind echte Gedanken im NLP, was sind im NLP rhetorische Fassaden? Ist der Begriff Neuro-Linguistisches Programmieren selbst eine solche rhetorische Fassade?
Die folgenden Initiativen, die der Verfasser direkt und indirekt (über das ehemalige Vorstandsmitglied Karin Streuli) in den letzten 2 Jahren gegenüber Mitgliedern des CHNLP / Swiss NLP Vorstands einbrachte, dienten genau der Klärung solcher Fragen und dem Ziel
  • die Qualität der NLP-Ausbildungsstandards in Deutschland und der Schweiz anzuheben
  • die Auseinandersetzung mit dem NLP nach wissenschaftlichen Kriterien voranzubringen ("nlp- akademie.eu")
  • ein Netzwerk NLP aufzubauen, das die kreativen Ressourcen des NLP würdigt und zu kompetentem, kritischem und konstruktivem Umgang mit dem System NLP ermuntert (NLP Aufklärung).

The proof of the pudding is (in) the eating!"
Die Vorschläge, die vom Verfasser an die Repräsentanten des CHNLP / Swiss NLP herangetragen wurden, basieren auf mehrjährigen Erfahrungen mit dem CORE NLP Trialogkonzept. Das
CORE NLP Trialogkonzept  thematisiert bereits in der Grundausbildung die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken (NLP SWOT) traditioneller NLP Ausbildungen.
Bis heute ist es nicht gelungen, innerhalb des Verbandes und seiner Gremien eine inhaltlich qualifizierte Diskussion und Auseinandersetzung über diese Themen zu führen. Folglich geschieht dies nun in Form einer erweiterten Öffentlichkeit. Die Verantwortung für das CORE NLP Trialogkonzeptträgt die Leiterin der Einrichtung, Karin Streuli, Gründungsmitglied CHNLP / Swiss NLP, von 2005 bis Mitte 2007 aktiv im Vorstand.
Für Form und Inhalt des Pilot-Projektes nlp-netzwerk Schweiz Deutschland, seit ca. 2 Monaten im WEB lanciert, ist allein der Verfasser zuständig.